Die digitale Transformation in Deutschland erscheint im Rückblick oft wie ein Hürdenlauf. Viele Projekte kommen dynamisch aus den Startblöcken, räumen erste Hindernisse aus dem Weg und scheitern dann doch an einer Hürde, die das Projekt ins Trudeln und dann zu Fall bringt.

Mit diesem Trendreport wollen wir einen Perspektivwechsel vollziehen. In den zurückliegenden Jahren hatten wir jeweils positive Zukunftsvisionen für ein intelligentes Regierungshandeln („Smart Government“ 2016), für das effiziente Zusammenspiel über föderale Ebenen und Zuständigkeitsgrenzen hinweg („Projekt Digitaler Föderalismus“ 2017) und für die „digitale Organisation“ (2018) entworfen. Dabei haben wir Ihnen gemeinsam mit unseren Expertinnen und Experten insbesondere spannende Innovationen und erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt. In diesem Jahr beginnen wir dagegen bei der manchmal recht grauen Alltagswirklichkeit und fragen zunächst: Warum kommt die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland augenscheinlich nur langsam voran? Woran scheitert sie oft genug bei ihren Digitalisierungsprojekten? Welche Hürden müssen auf dem Weg in eine digitale Zukunft überwunden werden? Und wie können die Akteure trainiert werden, damit sie in Zukunft druckvoll über die Hürden laufen?

Nach zahlreichen Gesprächen mit Expertinnen und Experten aus Verwaltung und Wissenschaft und Recherche verschiedener Veröffentlichungen – u. a. des Nationalen Normenkontrollrates, des Bundesministeriums des Innern und der Europäischen Kommission – können wir sieben typische „Hürden“ ausmachen, die die Umsetzung vieler digitaler Verwaltungsprojekte in den letzten Jahren erschwert haben. Dies sind Hürden in Form von politischen oder rechtlichen Bedenken, finanziellen oder organisatorischen Beschränkungen und nicht zuletzt des Faktors Mensch.

Wir zeigen zunächst auf – für einen Trendreport eher ungewöhnlich –, inwiefern diese Hürden Potenzial zum Scheitern bieten. Bei einer reinen Aufzählung der Hindernisse wollen wir es aber nicht belassen, sondern auch zeigen, dass diese Hürden keineswegs unüberwindbar sind. Dazu diskutieren wir Lösungsstrategien und illustrieren die Empfehlungen anhand von Best- Practice-Beispielen. Schließlich sendet auch die Politik aktuell positive Signale: Mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) und dem Digitalisierungsprogramm des IT-Planungsrates scheint die Digitalisierung der öffentlichen Leistungen in Deutschland Fahrt aufgenommen zu haben.

Wir sind daher zuversichtlich, dass Bund, Länder und Kommunen den ambitionierten Hürdensprint, 575 Verwaltungsleistungen bis 2022 digital anzubieten, erfolgreich meistern können. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns, wenn wir Ihnen neue Perspektiven für das Thema vermitteln können.

Trendreport 2019: Digitalisierung der Verwaltung: Ein Hürdenlauf Sieben Gründe für Erfolg und Scheitern

Den Trendreport 2019 gibt es hier zum kostenfreien Download.

Trendreport 2018: Auf dem Weg zur digitalen Organisation – Neue Arbeits- und Steuerungsformen für die öffentliche Verwaltung 2030

Den Trendreport 2018 gibt es hier zum kostenfreien Download.

Trendreport 2017: Projekt digitaler Föderalismus – Die digitale Verwaltung in Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam gestalten

Den Trendreport 2017 gibt es hier zum kostenfreien Download.

Trendreport 2016 „Effizienter Staat“ zum Thema „Smart Government – Regieren und Verwalten in Deutschland im Jahr 2030“:

Den Trendreport 2016 gibt es hier zum kostenfreien Download.