Optimierungen dank Geodaten

Drohnen sind nicht nur Kriegswaffen, sie können auch fliegende Helfer sein, um unzulängliche Orte und Objekte zu vermessen. (© Fabian Horst, CC BY 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/, www.flickr.com)

Alles akribisch und detailreich angezeigt bekommen, so bietet es die Stadt Gütersloh über ihr Geoportal an. Dieses nutzen auch die Bürger um Anregungen und Ideen zu städtebaulichen Projekten mit einzubringen. Aber auch Mönchengladbach rüstet auf und erschließt seine Geodaten nun mittels einer Drohne.

Lufthygiene, Baumaßnahmen sowie Bauvorschriften und -Regelungen, aber auch Internet-Geschwindigkeiten in der Stadt, all dies sind Daten, die sowohl für Privat- als auch Geschäftspersonen interessant sind. Sie alle finden sich auf dem Geoportal von Gütersloh wieder.

“Der auf dem Portal integrierte Stadtplan ist eine mit Informationen gespeiste Karte, die je nach Wunsch Informationen verschiedener Kategorien anzeigen kann”, so Thorsten Schmidthuis, Abteilungsleiter für Geoinformationen. Unterschiedliche zielgruppenspezifische Informationen wurden aufbereitet und diese könnten je nach Nutzen erste Behördengänge einsparen. Aber auch Interaktionen sind gegeben. So können Anregungen zu städtebaulichen Projekten abgegeben werden. “Wir bekommen über das Portal oft sinnvolle Anmerkungen und bleiben so in Kontakt mit den Bürgern”, berichtet der Abteilungsleiter.

Das fliegende Helferlein

105 Zentimeter ist sie groß und 4,6 Kilogramm wiegt sie, damit entspricht ihre Spannweite der einer Aaskrähe: Die Vermessungsdrohne der Stadt Mönchengladbach. Der eingebaute Satelliten-Empfängers mit Echtzeit-GPS soll dabei helfen detailgetreue Angaben der Stadt zu generieren.

“Sie dient zur Visualisierung von städtischen Immobilienprojekten”, erläutert Gregor Bonin, Stadtdirektor bei der Stadt Mönchengladbach. Er fährt fort: “Auch zur Erstellung von digitalen Geländemodellen und von Planungsgrundlagen kann sie eingesetzt werden.” Seitens der Stadt heißt es, dass die Technologie hinsichtlich der Geodatenerfassung an schwer zugänglichen Objekten oder Orten helfen werde.

Außerdem werde die digitale Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) wichtiger, so Rüdiger Zachert, Fachbereichsleiter Geoinformation bei der Stadt Mönchengladbach an. Ein konsistentes Datenmodell erfordere, dass alle Informationen systematisch digital erhebt und dokumentiert würden. “Die Vermessungsdrohne ist ein wichtiger Baustein für den Aufbau dieser Datenbasis”, so der Fachbereichsleiter.