Wie kann die Verwaltung attraktiver werden?

Die Studenten und Behördenmitarbeiter nutzen den Digitalen Staat um sich untereinander und mit dem Publikum über die Verwaltung 2030 auszutauschen. Vor allem lösungsorientierte Ansätze standen im Fokus. (Foto: BS/Dombrowsky)

Viele Behörden beklagen sich über Personalnot und überlegen, wie sie neue Mitarbeiter in ihren Verwaltungen gewinnen können. “Warum fragen wir dann nicht die nächste Generation?”, eröffnet Kim Bastian Warmbunn von der Prognos AG die Diskussionsrunde. Hierbei tauschten sich Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) sowie für Wirtschaft und Recht (HWR) mit den Verwaltungsangestellten aus. Endergebnis: Je nach Ebene, finden sich die Anregungen und Wünsche anders wieder.

Die Wünsche wirken nicht utopisch: Die Organisationsform solle mehr Raum für Projektarbeit ermöglichen, zumal diese Arbeitsweise in viele Universitäten gelehrt und gelebt wird. In den Teams brauche es zudem eine Führung auf Augenhöhe, statt strenger Hierarchien. Der Teamleiter könnte in diesem Kontext weniger inhaltliche Vorgaben machen und stattdessen mehr kommunizieren: Er müsse seinen Mitarbeitern die Aufgaben anvertrauen und gemeinsam mit ihnen eine Lösung erarbeiten. Dabei dürfe auch der Raum für Fehler nicht fehlen. Dementsprechend könne eine hohe Fehlertoleranz hilfreich sein, denn unsere Arbeitswelt ist komplexer geworden. Entscheidend sei, wie damit umgegangen werde. Die Fehler müssten transparent gemacht und ausgewertet werden, damit man aus ihnen lernen könne.

Hilfreich sei bei der Projektarbeit vor allem ein interdisziplinäres Team über alle Altersstrukturen, ethnische Hintergründe und Berufe hinweg. Durch diese Mischung erhöhe sich zudem die interne Expertise, um Projekte durchzuführen.