Ohne Vertrauen geht es nicht

Der IT-Sicherheitskoordinator beim Landkreis Vorpommern-Greifswald, Heiko Franke (ganz rechts), verlangte eine höhere Beschäftigten-Awareness für Fragen der IT-Sicherheit. (Foto: BS/Dombrowsky)

Die Digitalisierung der Verwaltung braucht das Vertrauen der Beschäftigten. Zudem müssten Regelungen aufgestellt und Zuständigkeiten konsequent durchgesetzt werden. Auch die Awareness der Mitarbeiter für die Bedeutsamkeit der IT-Sicherheit müsse hochgehalten werden. Ansonsten könne der Prozess nicht erfolgreich umgesetzt werden.

Davon zeigte sich Dirk Meyer-Claassen, Abteilungsleiter für E-Government in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, überzeugt. Zugleich räumte er ein: “Die Informationssicherheit hat technische Grenzen. Dadurch wird das Vertrauen in die Digitalisierung der Verwaltung belastet.” Und er konstatierte: “Die Verwaltungskunden müssen das Vertrauen in die Informationssicherheit der Verwaltung erst erlenen.”

Heino Sauerbrey aus dem Fachbereich IT-Sicherheit beim Deutschen Landkreistag wiederum unterstrich: “Informationssicherheit muss Chefsache sein.” Zudem betonte er, dass auch für Kommunen am Grundschutz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kein Weg vorbeiführe. Und der IT-Sicherheitskoordinator beim Landkreis Vorpommern-Greifswald, Heiko Franke, forderte: “Die Mitarbeiter müssen stärker für IT-Sicherheit sensibilisiert werden.” Das gelte auch behördenübergreifend. Denn: “Ohne Informationssicherheit kann Verwaltung 4.0 nicht funktionieren.”