Digitalisierung bietet Einsparpotenzial!

Lars Frelle-Petersen, Geschäftsführer für Digitalisierung des dänischen Verbandes, erläutert die einen der größten Vorteile der Digitalisierung, aber auch, was unabdingbar scheint. (Foto: Anders Hviid Haglund)

“In Dänemark sind die Behörden in der Digitalisierung weiter voran als viele private Unternehmen”, eröffnet Lars Frelle-Petersen. Der Geschäftsführer für Digitalisierung des dänischen Verbandes DI merkte jedoch auch an, Dänemark habe leichter gehabt als Deutschland. Er zeigt den dänischen digitalen Wandel auf und weshalb es sich lohnen könnte, bei der Digitalisierung am Ball zu bleiben.

Dänemark habe es aus zwei Gründen leichter gehabt, als Deutschland: Zum einen würden die Dänen dem Staat mehr vertrauen. “Sie erwarten sogar, dass der Staat ihre Daten hat und diese sinnvoll nutzt. Wir wissen viel über unsere Bürger und dies macht es leichter für uns”, erläutert der Geschäftsführer. Ein weiterer Grund sei die Größe des Landes, es ist 18-mal kleiner als Deutschland.

Trotzdem hat Dänemark digitale Prozesse implementiert, die auch für Deutschland unerlässlich scheinen. Das nordische Land hat die E-Signatur sowie E-Rechnung, ermöglicht die Kommunikation der Bürger via E-Mails und habe 100 Services digitalisiert. “Aber obwohl das Angebot da war, nutzten die Bürger es aus Gewohnheit nicht”, resümierte Frelle-Petersen. Deshalb sei die Kommunikation obligatorisch digital eingeführt worden, indem keine Briefe, sondern nur E-Mails an die Bürgerkonten versandt worden. Analog könnten die Bürger trotzdem noch ihre Behördengänge erledigen, aber viele nutzen die digitalen Möglichkeiten, weil es einfacher sei. Gleichzeitig ist es wirtschaftlich für Dänemark: 296 Millionen Euro würden jährlich eingespart.