Die Digitalstadt Ulm

Digitalisierung auf der Überholspur: Selbst Ulms Neutorbrücke über die Donau scheint an der Society 5.0 Gefallen zu finden. Neon hell erleuchtet in der Nacht wirkt sie wie ein modernes Symbol der digitalen Gesellschaft. (Foto: Waldemar Merger, cc by 2.0, flickr.com)

Dass Digitaler Wandel Fortschritt mit sich bringt, ist eine Binsenweisheit. Bei weitem nicht immer folgen jedoch konkrete Taten auf dem Weg zur Society 5.0. Selten wird so konsequent wie in Ulm die Voraussetzung für eben jene Modernisierung geschaffen, die heutzutage in aller Munde ist.

Ulm hat sich nicht umsonst den klingenden Namen “Digitalstadt” gegeben. Wer mit der baden-württembergischen Großstadt eher das Ulmer Münster oder die Ulmer Spatzen assoziiert, wird überrascht feststellen, wie umfangreich und unmittelbar das Digitalkonzept in Ulm seine Umsetzung fand.

Digitaler Wandel ist kein Selbstzweck

Gunter Czisch (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Ulm, sieht den Stadtentwicklungsprozess ganz im Zeichen der Digitalisierung. Big Data und Open Data seien Dank Expertenwissen und Mut zur Kreativität zielgruppenspezifisch im Lebensmittelpunkt der Menschen angekommen: “Der Digitale Wandel und viele neue Lösungen sind kein Selbstzweck, sondern sollen in wichtigen kommunalpolitischen Handlungsfeldern Treiber sein, Innovationen ermöglichen und im Kern Zukunftsfähigkeit und Standortpolitik ermöglichen.”

Für die Bürger wurde ein Rund-um-Paket geschnürt, welches sich insbesondere durch Transparenz und Interaktion auszeichnet. In Bürgerportalen – wie zum Beispiel dem “Donauportal”— können die Ulmer online mit ihrer Verwaltung medienbruchfrei in Verbindung treten. In den unterschiedlichsten Apps werden Utilities zur besseren Kommunikation angeboten.

Social Media und Bürgerportale

Ob beim “Bürgerservice”, beim “Parken in Ulm”, “Shopping” oder “Essen und Trinken” – all diese Anwendung sollen Orientierung im städtischen Leben bieten und dem User Erleichterung verschaffen. Ulm beweist mit seinem Digital-Konzept Social Media-Affinität. Auf YouTube, Facebook und Instagram sind die kommunalen Dienstleister schon vertreten. Ein Geo-Data Portal gibt Auskunft über die kommunale Infrastruktur. “Ulm.open” soll Einblicke in das Verwaltungshandeln und in politische Prozesse ermöglichen.

Auf dem Fachkongress Digitaler Staat, veranstaltet vom Behörden Spiegel, wird OB Gunter Czisch im März 2018 in Berlin zum Digitalkonzept der Stadt Ulm Auskunft geben.