Aus „Effizienter Staat“ wird „Digitaler Staat“

Am 9.und 10. Mai wird in Berlin zum 20. Mal der Verwaltungsmodernisierungskongress „Effizienter Staat“ stattfinden. Allerdings dann unter dem Namen „Digitaler Staat“. „Die Digitalisierung ist die über allem stehende Querschnittsaufgabe für den Staat und seine Verwaltung. Mit der Umbenennung wollen wir die Bedeutung dieses Wandels noch stärker in den Fokus stellen“, erläutert R. Uwe Proll, Chefredakteur und Herausgeber des Behörden Spiegel, Veranstalter des Kongresses. Zudem wird der Kongress inhaltlichmit den drei Themenkanälen „Digitale Verwaltung“, „Haushalt und Finanzen“ und „Arbeit und Personal“ inhaltlich erweitert.

Das "Zeitalter der Dematerialisierung": “Alles was digitalisiert und in Datensätze verwandelt werden kann, wird digitalisiert und in Datensätze verwandelt werden” und “alles was automatisiert werden kann, wird auch automatisiert werden”, erläutert Karl-Heinz Land auf dem Effizienten Staat 2015. Foto: BS/Dombrowsky

Das „Zeitalter der Dematerialisierung“: “Alles was digitalisiert und in Datensätze verwandelt werden kann, wird digitalisiert und in Datensätze verwandelt werden” und “alles was automatisiert werden kann, wird auch automatisiert werden”, erläutert Karl-Heinz Land auf dem Effizienten Staat 2015. Foto: BS/Dombrowsky

„Alles was sich digitalisieren lässt, wird digitalisiert“, sagte der Strategie- und Transformationsberater Karl-Heinz Land auf dem Effizienten Staat 2015 – dies betrifft auch den Staat und seine Aufgaben. „Bei der Digitalisierung der Aufgabenerledigung durch den Staat stehen erst am Anfang“, sagt Proll. Seit nunmehr 20 Jahren verfolgt der Verwaltungskongress „Effizienter Staat“ die Modernisierung der Verwaltung, angefangen beim New Public Management, über E-Government bis hin zu „Smart Government“. „In den letzten Jahren erscheint E-Government in großen Teilen als Elektronifizierung des Verwaltungshandelns. Digitalisierung jedoch steht auch für vollkommen neue Möglichkeiten der Leistungserbringung, von Automatisierung, über föderale Vernetzung bis hin zu Partizipation“. Mit der Umbenennung soll der Kongress nun noch stärker als vorher diese neuen Möglichkeiten einer „smarten Verwaltung“ in den Blick nehmen.

Drei Themenkanäle

Auch inhaltlich wird der Kongress verändert und erweitert auf nunmehr drei Themenkanäle: Im Themenkanal „Digitale Verwaltung“ werden Themen rund um die Kommunikation, Kollaboration und Partizipation des Staates mit den Bürgern, mit der Wirtschaft und von Behörde zu Behörde beleuchtet.
Der nunmehr seit drei Jahren parallel zum Effizienten Staat stattfindende Bundeskongress Haushalt und Finanzen wird als Themenkanal „Haushalt und Finanzen“ weitergeführt. Effizientes Staatshandeln, moderne Haushaltssteuerung, die föderalen Finanzbeziehungen sind hier Schwerpunktthemen. Aber auch die Interdependenzen zwischen Haushalt und Digitalisierung werden betrachtet – die Steuerung über die Finanzen ist eine wichtige Stellschraube bei Digitalisierungsprojekten, wie das Projekt IT-Konsolidierung Bund oder die aktuellen Diskussionen zu einem föderalen IT-Budget zeigen. Der Kongress „Digitaler Staat“ möchte hier den Weg des gegenseitigen Dialogs und Austausches zwischen Haushältern und Modernisierern weiter stärken.
Mit dem Themenkanal „Arbeit und Personal“ kommt ein weiteres Schwerpunktthema zum Portfolio des „Digitalen Staates“ hinzu. In diesem Kanal sollen Chancen und Herausforderungen, die die fortschreitende Digitalisierung der Verwaltungsarbeit auf die Mitarbeiter in den Verwaltungen selbst hat, fokussiert werden. Wie verändern E-Akte, Mobiles und vernetztes Arbeiten, Automatisierung und KI den Arbeitsplatz und die -inhalte der Behördenmitarbeiter?

Call for Papers

Gesucht werden gute Beispiele und neue Studien aus den oben näher beschriebenen Themenkanälen „Digitale Verwaltung“, „Haushalt und Finanzen“ und „Arbeit und Personal“. Der Call for Papers richtet sich an Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur Beteiligung am Programm der Konferenz. Einsendungen mit einer Kurzbeschreibung des möglichen Vortrags bis zum 2. Dezember 2016 (max. 2.500 Zeichen) an kirsten.klenner@behoerdenspiegel.de. Unternehmen die sich am Programm beteiligen wollen wenden sich bitte an bauer_sebastian@behoerdenspiegel.de.