Glasfasernetz in ganz Bayern

Bayern möchte auch Gebiete fördern, die bereits mit 30 Mbit/s versorgt sind. Bislang ist dies nach den Vorgaben der EU-Kommission nicht zulässig. (© hywards, www.fotolia.com)

Das bayerische Ministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat treibt den Breibandausbau weiter voran. Der neue Finanz- und Heimatminister Albert Füracker erklärte, nach Ablauf der Fördermaßnahmen würden voraussichtlich mehr als 6 Mio. Haushalten mit schnellem Internet versorgt sein. Das sind 96 Prozent der Haushalte in Bayern.

98 Prozent der Kommunen (2.005) sind Teil des Förderverfahrens zum Ausbau der digitalen Infrastruktur in Bayern. Mit einer Gesamtfördersumme von 730 Mio. Euro steigen 1686 Kommunen in die Bauphase ein. Bei diesen Projekten sollen rund 700.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden und hierzu etwa 40.000 km Glasfasernetz verlegt werden. 1.000 Maßnahmen sind bereits abgeschlossen. So wurden seit dem Jahr 2013 bereits 1,8 Mio. Haushalte mit schnellem Internet versorgt. Zusätzlich startet im Juli der Höfebonus eine neue Maßnahme, um die Gegenden mit vielen Streusiedlungen und Hoflagen, die letzten weißen Flecken in Bayern, ebenfalls mit schnellem Internet auszustatten.

„Der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Bayern läuft auf Hochtouren. Neun von zehn Haushalten in Bayern sind inzwischen an das schnelle Internet angeschlossen, acht von zehn können bereits 50 Mbit/s und mehr nutzen“, so Füracker. Schon innerhalb des letzten Halbjahres seien Fortschritte gemacht worden. 400.000 Haushalte konnten neu mit mindestens 50 Mbit/s versorgt werden. Ein Glasfaseranschluss ist nun auch in jeder bayerischen Kommune vorhanden.

Eine starke Verbesserung sei auch in den ländlichen Gemeinden vorgenommen worden. Die Anzahl der Haushalte mit 30 Mbit/s sei um über 48 Prozent gestiegen, die der Haushalte mit 50 Mbit/s um über 38 Prozent. „Zugang zu Breitbandinternet sorgt für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“ sagte der Minister mit Blick auf die ländlichen Gebiete Ein Glasfaseranschluss ist nun auch in jeder bayerischen Kommune vorhanden.

„Mit unseren Gigabit-Pilotprojekten in sechs bayerischen Kommunen wollen wir die EU-Kommission dazu bewegen, dass wir auch dort noch fördern können, wo es jetzt schon 30 Mbit/s gibt“, sagte Füracker weiter. Eine weitere Erschließung im bayerischen Breitband-Förderprogramm sei bisher nicht zulässig, wenn ein Gebiet bereits mit 30 Mbit/s versorgt ist, weil diese Geschwindigkeit laut EU als „schnelles Internet“ gelte. Gewerbebetriebe benötigten aber oft höhere, auch symmetrische, Bandbreiten. Die EU-Kommission müsse also ihre restriktiven Leitlinien aus dem Jahr 2013 dringend anpassen. Im Masterplan Bayern Digital II sei eine weitere Milliarde Euro für den weiteren Gigabit-Ausbau vorgesehen