Norwegens Vorgehen bei seiner Digitalisierung

Paul Chaffey, Staatssekretär Norwegisches Ministerium für öffentliche Verwaltung und Modernisierung, beschreibt die essentiellen Schritte Norwegens zum digitalen Land auf dem Digitalen Staat 2018 des Behörden Spiegels. (Foto: BS/Dombrowsky)

„Die digitale Transformation der Regierung ist nicht nur über Technologie oder die richtigen Lösungen auszuwählen. Es geht vor allem, die richtigen Gründe zu wählen und es effizient zu gestalten“, betonte Paul Chaffey auf dem Digitalen Staat 2018 des Behörden Spiegels. Der Staatssekretär des Norwegisches Ministerium für öffentliche Verwaltung und Modernisierung skizziert Norwegens entscheidende Schritte für den digitalen Wandel. (20.03.2018)

Um dies zu schaffen wurden die Prinzipien und Prioritäten festgelegt. Zum einen sei das Prinzip „Digital-by-default“ (2014) eingeführt. Also alles müsse auch digital abgewickelt werden können, vom Bürger bis hin zu den Unternehmen. Dies sei mit dem „Once-Only“-Prinzip abgerundet worden. „Weshalb sollen wir unsere Bürger Formulare mit ihren Informationen ausfüllen lassen, wenn wir diese bereits besitzen?“, hinterfragt der Staatssekretär.

Auch würden eGov-Projekte qualitätsorientierte und modulartiger geplant, damit auch nicht jedes Projekt durch das Parlament müsse. Ein entscheidender Faktor sind Innovationen und Lösungen: „Aber wieso sollte die Regierung eine Lösung erarbeiten, wenn diese bereits sehr gut im privaten Sektor existiert und funktioniert? Damit sparen wir auch Steuergelder“, so Chaffey. Beispielsweise werde von den Banksystemen die ID-Funktion des Online-Banking genutzt, damit sich Bürger auf den Verwaltungsportalen anmelden könnten. Nicht außenvorgelassen werde „selbstverständlich“ der Schutz der Privatsphäre und der Daten.