Der Mensch als Schwachpunkt

Durch die Hintertür: Die Gefahren der Wirtschaftsspionage werden durch den Mitarbeiter verstärkt, da dieser oft falsch mit Datensicherheit umgeht. (Foto: Spectral Design, www.fotolia.com)

Im Kampf gegen Wirtschaftsspionage und -ausspähung kommt es vor allem auf eine ausreichende Sensibilisierung der Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung an. Schließlich ist der Mensch in diesem Bereich der große Schwachpunkt. Handelt der Beschäftigte hier falsch, helfen auch die besten IT-Sicherheitsvorkehrungen nicht. (06.03.2018, Foto: Spectral Design, www.fotolia.com)

Dabei führt Wirtschaftskriminalität in Deutschland trotz eines großen Dunkelfeldes jedes Jahr zu massiven Schäden. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) macht dieses Phänomen zwar nur ein Prozent aller Delikte aus, verursacht allerdings 43 Prozent der Gesamtschadenssumme. Hier zeigt sich, dass der Öffentliche Dienst und die Privatwirtschaft Deutschlands ein lukratives Ziel für ausländische Nachrichtendienste sind.

Nicht auf besonders wichtige Daten beschränken

Eine gewisse Abhilfe können gesicherte Cloud-Lösungen bieten, deren Server über kommunale Rechenzentren laufen. Zudem kommt es darauf an, dass Behörden und Unternehmen für sie relevantes Wissen identifizieren und schützen. Hier dürfe jedoch keine Beschränkung auf besonders wichtige Daten erfolgen. Vielmehr brauche es eine umfassende Absicherung zumal rund 50 Prozent der Straftaten im Bereich der Wirtschaftskriminalität durch Innentäter begangen werden, wurde auf einem Seminar der Cyber Akademie in Berlin deutlich.