Sicherheit geht vor: Vertrauliches lieber im Brief

Eine Vertrauensfrage: Der Brief ist als Kommunikationsmedium immer noch beliebt – besonders dann, wenn es um vertrauliche Informationen geht. (Foto: S. Hofschlaeger, pixelio.de)

Bei vertraulichen Informationen bevorzugen die meisten die Schriftform. Über zwei Drittel (71 Prozent) der Bundesbürger empfangen wichtige Dokumente lieber als klassischen Brief, statt in digitaler Form. Das ist Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) und des SINUS Instituts.

Über 60 Prozent der Befragten zählen Sicherheit und bequeme Handhabung zu den wichtigsten Anforderungen an Online-Kommunikation. Ein Drittel hält die Sicherheit der eigenen Daten für wichtiger als einfache Nutzung.

Dazu sagt der Direktor des DIVSI, Matthias Kammer: “Dies weist auf ein grundsätzlich stark ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung hin. Sicherheit scheint das Ideal, Convenience aber der konkrete Bedarf im eng getakteten Alltag.” Widersprüchlich sei der Umgang mit E-Mails: Obwohl Sicherheitsbedenken der Befragten sehr ausgeprägt seien, stelle E-Mail nach dem direkten Telefonat das meistgenutzte Kommunikationsmittel dar.

Staat und Wirtschaft in der Pflicht

Gut 80 Prozent sind laut DIVSI-Studie jeweils der Ansicht, dass Staat und Wirtschaft für mehr Sicherheit in der Online-Kommunikation zu sorgen haben. Gleichzeitig halten aber 76 Prozent den Staat und 68 Prozent die Wirtschaft für nicht in der Lage, dies auch umsetzen zu können.

Konkret fordern die Befragten, dass Anbieter von Online-Kommunikationsdiensten den Schutz von Kundendaten gewährleisten sollten. Vom Staat werden in dem Zusammenhang klare Rahmenregelungen erwartet. Ein staatliches Sicherheitssiegel würden sich 70 Prozent wünschen.

Mehr Informationen zur Studie gibt es hier.