Start-ups setzen auf Innovationen

Verwaltungen profitieren von den Ideen kreativer Jungunternehmer. Mit Start-ups wird der Behördengang innovativer. Frische Konzepte bereichern den Alltag. (Guido van Nispen, cc by 2.0, flickr.com)

Per Klick einen Kreditfinanzier finden, Kitaplätze online verwalten oder die Bürger online über Projekte diskutieren lassen: Start-ups stellten Ende Oktober in Berlin auf einer Veranstaltung vom Institut für den öffentlichen Sektor ihre Ideen und digitalen Services für Gemeinden und Behörden vor. Franz-Reinhard Habbel, Sprecher vom Deutschen Städte- und Gemeindebund betonte: “Mir ist das Out-of-the-Box-Denken wichtig”. Er suche Städte, die die Innovation selbst suchen und Start-ups gründen.

Fünf Start-ups kamen nach Berlin und präsentierten ihre Lösungen vor dem Fachpublikum: Das Start-up Commnex hat eine Marktplatzplattform entwickelt, bei der Kommunen ihre Eckdaten hochladen können und angeben, was sie benötigen. Dann können sich auch überregionale Finanzdienstleister melden und Angebote abgeben. Das Start-up Polyas ermöglicht Online-Wahlen, die die fünf Wahlgrundsätze einhalten. Außerdem wurde es aufgrund seiner Sicherheitsstruktur vom BSI zertifiziert. Das Unternehmen Little Bird verkauft eine Software, die bei der Planung und Vergabe von Kitaplätzen hilft, indem Eltern vorab ihren absehbaren Bedarf eintragen. Dadurch entstünde Planungssicherheit, Zeit- und Kostenersparnis sowie Transparenz.

Um die Nachfrage nach dem ÖPNV dort abzudecken, wo der Bedarf vorhanden, aber gering ist, stellte door2door seine Lösung vor. Sie bieten eine Mobilitätsplattform, die nachfrageorientiert sei. Ihnen sei wichtig, dass die Autos ausgelastet werden und nicht nur mit einem Fahrgast fahren. Dadurch könne die Infrastruktur entlastet werden. CitizenLab hat sich auf Bürgerbeteiligung spezialisiert. Ihre Plattform können Kommunen nutzen, um mit den Bürgern über Projekte zu sprechen. Damit sollen Ängste, Wünsche und Ziele eingefangen werden.