Beethovenstadt goes Smart-City

Der alte Meister Beethoven blickt herab von seinem Sockel auf dem Münsterplatz. Bestimmt hätte ihn das neue „Smart City-Projekt“ zwischen der Stadt Bonn und der Deutschen Telekom AG brennend interessiert. (Foto: R/DV/RS, cc by 2.0, flickr.com)

Auf dem Weg in die digitale Zukunft haben die Deutsche Telekom und die Stadt Bonn letzte Woche das Projekt “Smart City Bonn” gestartet. Dabei vernetzt die Telekom Straßenlaternen in der Bonner City. Zusätzlich zu den Lampen werden ebenfalls die Abfallcontainer vernetzt. Die Straßenlaternen können per Bewegungssensor heller oder dunkler gedimmt werden und melden an die Stadtwerke, wenn eine Birne defekt ist. Die Müllcontainer messen mit ihren Sensoren den aktuellen Füllstand, sodass der städtische Abfallbetrieb bonnorange keine unnötigen Leerungen vornehmen muss. Insgesamt soll die neue Technik laut Anette Bronder, Chefin des Digital- und Sicherheitsgeschäfts der Deutschen Telekom, “bis zu 60 Prozent der Betriebskosten” einsparen.

Die technische Grundlage für die Vernetzung liefert NarrowBand-IoT-Technik der Telekom. Dieses Netz ist speziell auf Anwendungen zugeschnitten, die große Datenmengen verarbeiten müssen und damit prädestiniert für Smart City-Projekte sind. Ebenfalls von der Telekom kommt die Software für einen Sensor in einer der Laternen an der Münsterplatzgarage, mit dem Daten zur Luftqualität in der Bonner Innenstadt erhoben werden können. Für Oberbürgermeister Ashok Sridharan ist das Projekt “ein wichtiger Schritt innerhalb der Initiative Digitales Bonn”, denn in seinen Augen stärkt die Smart City“ Bonn als engagierten Standort für Innovation und Umweltschutz”.

Das Projekt, welches nur der Anfang vieler weiterer Digitalisierungsbemühungen für die Bundesstadt sein soll, wurde zeitlich bewusst direkt vor den Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn gesetzt, um den besonderen Fokus auf den Klimaschutz zu lenken, den die Vernetzung laut der beiden Partner durch Energieeinsparungen und höhere kommunale Effizienz mit sich bringt. Dazu ist die Telekom Partner der UN-Klimakonferenz und stellt dort diverse Übertragungstechniken zur Verfügung.