Einheitliche Netz-IT für die „RheinSchiene“

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag des Projekts „RheinSchiene“: (v.l.n.r) Dr. Udo Brockmeier (Stadtwerke Düsseldorf), Marcus Wittig (Stadtwerke Duisburg) und Dr. Dieter Steinkamp (RheinEnergie) (Foto: Stadtwerke Duisburg AG)

Die Stadtwerke von Duisburg, Düsseldorf und Köln werden künftig Ihre Netzführungs-IT gemeinsam beschaffen und auf eine einheitliche Plattform umstellen. Das ist Bestandteil einer Kooperationsvereinbarung der Netzgesellschaften und Energieversorger der drei nordrhein-westfälischen Städte.

Unterzeichner des Vertrages zur Harmonisierung der Netzleitstellen auf Software-Ebene sind die Vorstände und Geschäftsführer der Netze Duisburg GmbH, der Netzgesellschaft Düsseldorf mbH, der RheinEnergie AG, der Stadtwerke Duisburg AG und der Stadtwerke Düsseldorf AG. Vorgesehen ist es, eine einheitliche Software-Lösung für die Steuerung in den Netzleitstellen zu implementieren.

Dazu erklärt Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG: „Langfristig schaffen wir damit die technische Voraussetzung, sogar die Leitstellen zu verknüpfen, um im Bedarfsfall von allen dann verbundenen Leitstellen aus die Netzsteuerung auch in den anderen Städten gewährleisten zu können – damit gewinnen wir ein Plus an Sicherheit in der Versorgung.“ Im Regelbetrieb sollen die Netzleitstellen aber weithin vollkommen selbstständig operieren.

Effizient und kostensparend

Durch die Harmonisierung soll effizienter gewirtschaftet werden können. So könne zukünftig auch der Materialeinkauf und die Wartung von IT-Systemen einheitlich organisiert werden. „Mehr Effizienz in der Netztechnik und Fortschritt in der Digitalisierung sind das probateste Mittel gegen den Anstieg der Netzkosten und damit der Strompreise“, sagt Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf AG. „Mit der gemeinsamen Beschaffung einer einheitlichen Software-Lösung schaffen wir die Voraussetzungen für einen noch intensiveren Austausch unserer Experten in den Leitstellen“, ergänzt Marcus Wittig, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG.

Die Stadtwerke arbeiten bereits seit 2013 im Rahmen des Projekts „RheinSchiene“ zusammen, um Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu verbessern. So werden unter anderem gemeinsame Notfall- und Krisenübungen durchgeführt und Einkaufsprozesse gebündelt, wie ein Sprecher der Stadtwerke Duisburg mitteilt. Beispielsweise könne man auf einen gemeinsamen Pool an Notstromaggregaten zurückgreifen.