Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern

Minister Christian Pegel erläutert die ersten Erfolge, Ziele und Ansätze bei der Digitalisierung von Mecklenburg-Vorpommern. (Foto: hywards,fotolia.com)

„Wir sind das dünnbesiedelste Bundesland“, sagte Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung von Mecklenburg-Vorpommern. So fuhr er fort: „12.000 Einwohner sind mein Anker bei der Digitalisierung“.

Bei der Bestandsaufnahme 2015 betrug der Breitbandausbau im ländlichen Raum 15 Prozent. Deshalb sei der erste Schritt gewesen, den Ausbau bis zur Tür zu fördern. Bis 2019 sollen 90 Prozent der ländlichen Haushalte versorgt werden. Die voraussichtlichen Kosten hierfür würden sich auf 2,5 Milliarden Euro beziffern. Die Digitalisierung begreife er als Chance, auch in wirtschaftlicher Hinsicht. „Es wirkt so, als sei die Wirtschaft uns weit voraus“, bemerkte der Minister auf der Herbstkonferenz der deutschen Breitbandinitiative D21.

Für die großen Unternehmen stimme dies, jedoch auch dort würden die Mitarbeiter bedingt mitziehen. Hier müsse ebenfalls die Akzeptanz gestärkt werden. Mit Blick auf die Verwaltungen sagte er, „die brauchen zwar länger, aber gerade die aktuellen öffentlichen Debatten bringen Schwung rein“. Nun sei es wichtig, die Datenbanken zu reduzieren, damit weniger Fehler bei den Übertragungen passieren können. Eine gemeinsame Infrastruktur müsse her. Außerdem muss die Digitalisierung die Bürger mitnehmen. „Deshalb müssen wir weg vom abstrakten, hin zu dem was die Menschen brauchen“, forderte der Digitalisierungsminister.