Digitale Modellregion für NRW

Ostwestfalen-Lippe wird digitale Modellregion für Nordrhein-Westfalen und vernetzt sich mit Referenzkommunen in anderen Landesteilen und im Ausland. In der Modellregion Ostwestfalen-Lippe übernimmt Paderborn die Rolle als Leitkommune. (Foto: Biggi/pixelio.de)

Nordrhein-Westfalen geht ab 2018 mit fünf digitalen Modellkommunen an den Start, in denen innovative E-Government- und digitale Stadtentwicklung-Projekte entwickelt und erprobt werden sollen. Die Modellkommunen sollen die Bereiche “Öffentliche Verwaltung – eGovernment” und “Stadtentwicklung” mit den Sektoren Energie, Gesundheit, Verkehr, Bildung, Handel, Sicherheit, Tourismus und Lebensqualität digitalisieren.

Die Entwicklung von Pilotprojekten unter Einbeziehung von Best Practice-Beispielen und der Forschungseinrichtungen der jeweiligen Region steht dabei im Mittelpunkt. In der digitalen Modellregion Ostwestfalen-Lippe übernimmt Paderborn die Rolle als Leitkommune.

“Darüber hinaus werden noch in diesem Jahr vier weitere Modellkommunen aus den anderen Regierungsbezirken als Referenzkommunen bestimmt”, erläuterte Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

Das Gesamtprojekt ‚Digitale Modellregion OWL‘ und die Referenzkommunen werden in den kommenden drei Jahren vom Land mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag unterstützt. Ziel ist es, dass die von der Landesregierung bereitgestellten Mittel durch eine Kofinanzierung der privaten Wirtschaft in gleicher Höhe ergänzt werden.

Digitales Gewerbeamt soll kommen

Innerhalb eines Jahres sollen die Modellkommunen ein digitales Bürgerbüro entwickeln. Ferner sollen die Verwaltungen ihre Akten spätestens ab 2020 vollständig elektronisch führen. Bis 2020 soll in allen Modellkommunen ein digitales Gewerbeamt als “single point of contact” für Unternehmen eingerichtet sein, das technisch wie organisatorisch von allen anderen Kommunen übernommen werden kann.