Dialogprozess Arbeiten 4.0

SPD-Parteichef Martin Schulz vergleicht den digitalen Wandel von seiner gesellschaftlichen Bedeutung mit dem Buchdruck und der Elektrizität. (Foto: Susie Knoll)

Die moderne Gesellschaft ist an einem Scheideweg angelangt. Die Digitalisierung durchdringt sämtliche Bereiche des öffentlichen Lebens. In unserem Streben und Wirken verschmelzen wir zusehends mit digitalen Welten, die uns unsichtbar, aber dennoch real umgeben. Die Ausrichtung unserer Berufe und Karrieren unterliegt einem Transformationsprozess, dem sich niemand entziehen kann.

Für die Sozialdemokratie ist der „Faktor“ Arbeit schon immer eines der bedeutsamsten Felder ihrer Politik gewesen. SPD-Parteichef Martin Schulz äußert sich zur Arbeit 4.0 dementsprechend zukunftsgewandt und spricht den Entwicklungen umwälzenden Charakter zu: „Die Digitalisierung ist gegenwärtig der wichtigste Innovationstreiber – revolutionär wie der Buchdruck und die Elektrizität. Sie betrifft alle: die Beschäftigten in der digitalen Arbeitswelt, die Verbraucher und Unternehmer auf den digitalen Märkten und die Bürger in der digitalen Demokratie.“

„Zukunftslaboratorium“ Arbeit 4.0

Das SPD-geführte Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat in der 18. Legislaturperiode im Bereich der Digitalisierung den „Dialogprozess Arbeiten 4.0“ ins Leben gerufen. Das Ziel dieser programmatischen Annäherungen an die neuen Lebenswelten, war einen Rahmen zu schaffen, der zur gemeinsamen Kommunikation aufrief. Unter dem Stern der digitalen Modernisierung in Verwaltung und Wirtschaft, diskutierten Fachleute aus Wissenschaft und Praxis über soziale Fragen und die Definition „guter Arbeit“, wie es im Papier des Ministeriums heißt. Außerdem wurden Workshops abgehalten, Bürger hatten die Möglichkeit, sich über die sozialen Medien einzuklinken.

Weißbuch stellt Arbeit 4.0 in Mittelpunkt

Im „Dialogprozess Arbeit 4.0“ wurde ein Weißbuch verfasst, das sich mit den drängenden Fragen der Digitalisierung beschäftigt. Das herausstechende Ergebnis war, dass noch ein großer Bedarf daran besteht, die diskutierten Konzepte für das Segment Arbeit 4.0 in die „betriebliche Lebenswirklichkeit“ zu tragen. Der Ruf nach einer „ressortübergreifenden Innovations-, Forschungs- und Transferstrategie Arbeiten 4.0“ wurde in den Expertendiskussionen laut. Der ausdrückliche Wunsch nach einer „Phase des gemeinsamen Lernens in und aus der Transformation“ stand im Mittelpunkt des Weißbuches des BMAS, welches hier nachzulesen ist.